1 Jahr kein Konsum – Ein Selbstexperiment

Ahh, Leute, ich habe gerade meine letzte Online-Bestellung für das ganze kommende Jahr getätigt!! Eine Salatschleuder und eine neue Tastatur – und dann war´s das erst mal für das gesamte Jahr 2019!

Helena Steger, Freisein, Blog, Podcast, Wellen, Meer

Denn: Das neue Jahr ist da und mit ihm eine echt krasse Challenge, die ich mir selbst gestellt habe! Ich beschäftige mich in letzter Zeit immer mehr mit dem Thema Konsum und versuche mich auch privat immer mehr auf das zu konzentrieren, was ich wirklich brauche. Natürlich gelingt mir das nicht immer und klar, ich shoppe auch gern, dennoch habe ich für mich herausgefunden, dass ich viel weniger zum Glücklichsein brauche, als ich bisher dachte.

Um das ganze einfach mal auf die Spitze zu treiben und auch, weil ich  Challenges und Herausforderungen mag, bin ich auf die Idee gekommen, ein ganzes Jahr lang auf Konsum zu verzichten. Mit Konsum meine ich übrigens z.B. das Kaufen von neuen Kleidungsstücken, Dekoartikeln, Möbeln, Elektronikartikeln und alles, was es sonst noch so Schönes in den Geschäften dieser Welt gibt.

Nicht eingeschlossen sind natürlich Lebensmittel, Haushaltsprodukte und Dinge, die ich für meinen Beruf brauche. Also sollte jetzt mein wunderschöner Laptop den Geist aufgeben oder mein Handy, kaufe ich das neu, denn wie ihr ja wisst, bin ich mit Leib und Seele Texterin und verdiene damit natürlich meinen Lebensunterhalt.

Das Ganze wird bestimmt nicht einfach. Damit ich diese Challenge auch durchstehe, habe ich mir einen kleinen Leitfaden gemacht. Und wenn ihr auch sowas plant, hilft er euch vielleicht! Ich bin mal ganz realistisch und glaube, dass es wird meega schwer wird ein Jahr gar kein Shopping-Erlebnis zu haben, deswegen hab ich nach Substituten oder Cheats gesucht, die das ganze etwas erleichtern.

CHEAT #1: Secondhand einkaufen

Wer mich kennt, weiß vielleicht schon, dass ich unglaublich gern in Secondhand-Läden einkaufen gehe. Mir gefällt es mega gut dort zu stöbern und Schätze zu entdecken, die noch gut erhalten sind oder mir überraschend gut stehen. Das Coole dabei ist, dass man sich auch mal traut, etwas zu tragen, das man sonst vielleicht nicht kaufen würde, weil es günstiger ist und es in Secondhand-Läden auch sehr viele Sachen gibt, die etwas ungewöhnlicher sind.

Ich persönlich mag zum Beispiel gern in München in der Landsbergerstraße den Vinty´s, aber ich shoppe auch mal gern in den Klawotten. Die sind von der AWO (deswegen auch KAWOotte) und das Geld kommt dann auch der AWO zu Gute. Die KlAWOtten sind wirklich super günstig und es gibt zum Beispiel eine in Unterhaching. Übrigens auch eine tolle Möglichkeit, seine eigenen Klamotten abzugeben, denn dort kann man sie einfach spenden. Das mache ich auch regelmäßig.

Wer noch weniger Geld ausgeben möchte und eher an Tauschgeschäften interessiert ist, sollte Swap-Partys ausprobieren. Klingt etwas komisch, gibt´s aber wirklich, denn bei Swap-Partys tauscht ihr einfach eure Klamotten. Swap-Partys werden zum Beispiel von Vereinen oder auch lokalen Parteien organisiert. Meist zahlt man einen kleinen Eintritt zwischen zwei und fünf Euro, der dem Veranstalter zu Gute kommt oder gespendet wird.

Die Klamotten, die man mitbringt (ist ja eine Tauschparty) werden dann grob sortiert (also Hosen zu Hosen, T-Shirts zu T-Shirts, usw.) und dann auf den passenden Stapel gelegt. Und schon geht’s los: Jeder kann sich so viele Sachen mitnehmen, wie er entweder selbst mitgebracht hat oder manchmal sogar, so viele wie er will. Mega coole Sache 🙂

Wem Klamotten noch nicht genug sind, kann natürlich auch Möbel und fast alles andere auf Ebay Kleinanzeigen gebraucht shoppen. Wir haben da zum Beispiel unsere Kücheninsel her und fast meine ganze Büroausstattung. Die Sachen waren wie neu, im Top-Zustand und natürlich mega günstig. Man kann da auch einiges verkaufen – so verdient man mit seinen Möbeln noch gutes Geld. Mit etwas Geduld, hab ich da bisher fast alles verkauft!

So, und was natürlich auf der Liste auch nicht fehlen darf, dann aber eher ein Sommerding ist, ist der gute alte Flohmarkt. Im Olympiapark verkaufe ich selbst 1 x im Jahr und nehme meistens auch noch ein paar Kleinigkeiten von anderen wieder mit nach Hause.

CHEAT #2: Fake Shopping

Vielleicht ist das für den ein oder anderen eher eine Qual, aber irgendwie hilft das bei mir. Wenn ich mal mega Lust auf shoppen habe, dann gehe ich einfach in meinen Lieblings-Onlineshop und lege alles, was ich toll finde, in den Einkaufswagen oder setze es auf meine Wishlist. Natürlich ohne abzuschicken.

Witzigerweise lindert das bei mir schon die Lust aufs Einkaufen, ohne dass ich tatsächlich kaufe. Was man auch machen kann – also für die, die  das Einkaufen nur reduzieren wollen – Am nächsten Tag den Einkaufswagen anschauen und mindestens die Hälfte wieder entfernen. So kauft man viel weniger als im spontanen Shopping-Fieber und spart einiges! Mit der Hälfte, die dann übrig geblieben ist, könnt ihr übrigens wunderbar was anderes shoppen. Wir kommen zu

CHEAT #3: Aktien und ETFs shoppen

Das ist jetzt mal ein ganz anderes Kapitel, aber: Ich habe schon vor etwa 5 Jahren meine ersten Aktien gekauft und investiere seit ca. einem Jahr regelmäßig in verschiedene Aktien-ETFs. Nur ganz kurz: Das sind quasi Aktienfonds, also man investiert in viele Unternehmen gleichzeitig. Das geht bei den meisten Onlinebanken mit einem Depot  ab 25 Euro Sparrate im Monat und ist wirklich einfach, wenn man ein paar Dinge beachtet.

Und: Es gibt auch nachhaltige Fonds, also mit nachhaltigen Unternehmen, die sich z.B. für die Umwelt oder Soziales einsetzen. Aber ich glaub, das ist jetzt ein anderes Fass, das ich mal separat aufmache. Auf jeden Fall hab ich meinen Spaß daran gefunden, Aktien und ETFs zu shoppen und ich weiß, dass ich damit mein Geld sinnvoll investiere und auch für später Vorsorge. Und je länger man das Geld in den ETFs liegen lässt, desto höher auch die Wahrscheinlichkeit, dass irgendwann mal deutlich mehr daraus wird, als eine neue Handtasche oder einem paar Sneaker.

CHEAT #4: Dinge leihen statt kaufen

Es gibt viele Dinge, die man nur einmal braucht oder gar nicht selber besitzen muss. Eine Bohrmaschine, Schneeschuhe oder ein Auto. Denn heutzutage kann man fast alles leihen. Ob bei den Nachbarn, von der Familie, im Sportladen oder beim Carsharing. Sharing is Caring und man kann eine Menge Geld sparen und trägt etwas zu einem nachhaltigen Leben bei.

Soo, das wars schon mit meinem Podcast…

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